Rauch im Kopf? Hier ist Raum für dich

Kennst du das Gefühl, wenn der Boden unter den Füßen wankt? Wir leben in einer Zeit, die uns suggeriert: Du musst alles planen, alles optimieren, alles im Griff haben. Wir haben Tools für jede Entscheidung und Strategien für jede Krise. Doch gerade deshalb fühlen wir uns oft hilfloser als je zuvor.

Denn es gibt Momente im Business-Alltag – und erst recht im Privaten –, da funktioniert kein Plan mehr. Ein globales Projekt zerstört die gewachsene Teamdynamik. Investoren verändern über Nacht die Spielregeln. Oder das Leben selbst wirft uns durch Schicksalsschläge aus der Bahn. Genau in diesen Momenten, in denen uns die Kontrolle entgleitet, fühlen wir uns oft alleingelassen. Es entsteht Angst, Wut und das Gefühl des persönlichen Versagens.

Das erzeugt Angst, Wut und Frustration. Es fühlt sich nach persönlichem Versagen, nach Scheitern und Verlust an. Und hinterlässt ganz viele Fragezeichen.

Der Wunsch nach einer schnellen Lösung ist verständlich. Manche meiner Coachees kommen mit der Hoffnung ins Coaching: „Gib mir den Plan, wie ich die Situation wieder in den Griff bekomme.“ Aber genau hier liegt oft das Problem: Man kann das Leben nicht kontrollieren. Was sich der Kontrolle entzieht, lässt sich nicht durch noch mehr Optimierung lösen – oder wie der Soziologe Hartmut Rosa sagt: Wir müssen lernen, uns auf das Unverfügbare einzulassen, statt es bekämpfen zu wollen. Wer versucht, das Unplanbare mit starrer Kontrolle zu bändigen, entfernt sich oft nur noch mehr von sich selbst.

Mein Ansatz: Raum statt Rezept.

Aus meiner eigenen Karriere und persönlichen Krisen weiß ich: Wenn Strategien versagen, hilft oft nur eines – menschliche Resonanz. Das einfache Dasein. Das Mitschwingen mit anderen. Deshalb verstehe ich meine Arbeit im Coaching fundamental anders. Es geht mir nicht darum, dich zu reparieren oder zu optimieren.

 

Ich schaffe Resonanzräume

Stell dir einen Ort vor, an dem du nicht funktionieren musst. Ein Raum für aufrichtigen Kontakt und echtes Zuhören. Ein Gegenüber, bei dem du ankommen darfst, so wie du gerade bist, mit allen Brüchen und Fragen. Wo kein Zwang da ist, der dich in ein Methodenkorsett oder einen Ablaufplan presst. Vielleicht braucht es gerade Schweigen oder eine Prise Achtsamkeit. Vielleicht braucht es ganz viel Reden. Aber immer geht es darum, dass du wieder mehr in Resonanz mit dir selbst kommst.

Auch diese Momente lassen sich nicht in einen Plan pressen. Sie bleiben unverfügbar. Vielleicht ist das sogar gut so. Ich habe es selbst erlebt und sehe es bei meinen Coachees immer wieder: Wenn wir aufhören, gegen das Unplanbare anzukämpfen, müssen wir es nicht mehr besiegen. Die Anspannung weicht. Und genau dann entsteht Raum für das, was jetzt wirklich wichtig ist: Eine neue Haltung, aus der heraus sich oft ganz von selbst neue Wege zeigen.

Genau das üben wir im Coaching: uns gemeinsam auf das Unerwartete einzulassen. Dabei entdecken wir oft, dass wir stärker und gelassener sind, als wir dachten.

 


Welche Unwägbarkeiten beschäftigen dich gerade? Und wo würdest du dir einen solchen Raum wünschen?